Heinz - Junggesellenclub Lichtental

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Zeches

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Roland

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0

Didi

Heinz 2016

Der Koch


Haller braucht in seinem Junggesellenhaushalt keinen kompletten Einbauherd, also hat er sich ein Kombigerät zum Aufstellen gekauft. Nachdem er sich mit der Bedienung vertraut gemacht hatte, wollte er das Ding natürlich gleich ausprobieren. Also richtete er sich einen köstlichen Auflauf, den er mit einer Menge Käse bestreute. Er stellte sich schon beim Reinschieben vor, wie herrlich überbacken das Ganze nachher sein würde.

Als er das Gericht nach 30 Minuten aus dem Ofen holte, war er doch sehr verwundert über die Farbe des Käses. Was eigentlich Gelb sein sollte, war seltsam weiß mit schwarzen Brandlecken. Auch die Konsitenz entsprach so gar nicht einem zerlaufenen Käse. Haller hob mit der Gabel das "Überbackene" etwas an und stellte fest, dass es in einem Stück war. Letztlich musste er feststellen, dass es sich um die Kunststoffhaube für den Mikrowelleneinsatz handelte. welche er schlichtweg im oberen Fach vergessen hatte. Diese Masse tropfte dann nach unten auf den Auflauf. Wir meinen: Wenn man Maggi drauf macht, kann man alles essen.

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Der Hinsetzer


Ottel wird bekanntlich recht viel eingeladen, so auch zuletzt bei Thomas Braxmeier zum 50. Geburtstag. Man kennt Ottel und weiß, dass er gerne mal den Platz wechselt. So kam es auch bei dieser Feier. Er sah, dass an einem Tisch am Bankende noch ein Platz für seinen Hintern war, begrüßte die Herrschaften am Tisch im Stehen und ließ sich auf dem freien Platz nieder. Die Überraschung für ihn war jedoch groß, als er im freien Fall auf dem Boden aufschlug und sich ordentlich den Hintern verbeulte. Erstaunt rappelte er sich unter dem Gelächter der Gäste wieder hoch und stellte fest, dass er einer optischen Täuschung unterlegen war. Auf der Bank befand sich ein durchgehendes Sitzkissen, welches aber um einen Sitzplatz verschoben war. Ottel sah nur diese Unterlage, aber dass darunter keine Bank war, hatte er übersehen. Ottel verflucht seither jene Weicheier, die für eine Bierbank ein Kissen benötigen und wird in Zukunft jede Sitzgelegenheit auf ihren tatsächlichen Zustand prüfen.

Heinz 2015

BonBon


Wenn man schön Flaschen, Dosen und PET sammelt, kann man Plastik und Glas an Leergutautomaten in Bares verwandeln. Auch Angelo ist ganz begeistert von diesem umweltschonenden Kreislauf.

Er schob deshalb sein ganzes Arsenal an Leergut nacheinander in den Leergutautomat beim Neukauf und sah im Display, dass sich wieder ein stattliches Sümmchen angesammelt hatte. Nur noch der Druck auf die grüne Taste trennte ihn von einem geldwerten Stück Papier.

Rzzz Rzzz Rzzz, Bon wird ausgedruckt. Die Spannung steigt. Schnell den Bon abgerissen und ja nicht ohne ihn vom Automat weggehen.

Doch halt, der Bon gleitet aus den Fingern. Der Versuch ihn zu schnappen schlägt fehl - man ist ja nicht mehr der JÜngste. Nochmal schnappen - wieder daneben.

Und wo fliegt der blöde Bon hin? Natürlich auf das Band. Und wo führt das Band hin? Ins Leergutlager.

So blieb unserem Murgtäler nichts anderes übrig, als selbiges aufzusuchen und in dem ganzen Flaschenmüll den wertvollen Bon zu suchen. Mit dem Glück eines Murgtälers hat er ihn auch tatsächlich gefunden.

Wir raten: Wenn ihre Reaktion altersbedingt nachlässt. sollten sie eine Aufsichtsperson zum Leergutautomaten mitnehmen

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Der Flitzer in Unterhosen


Wie schön ist es doch, einen herrlichen Sommernachmittag auf der Terrasse zu genießen. Man sitzt so leicht bekleidet, in diesem Falle in klassischen weißen Unterhosen, im Schatten und liest das Badische Tagblatt. Als es plötzlich an der Haustür klingelt, überlegt sich Tommy, wer das wohl sein könnte. Lara ist arbeiten im Bütthof, Nina ist bei einer Geburtstagsfeier. Das kann dann nur noch die durch den Poststreik bedingte, verspätete Lieferung der Tortenspritze sein. Doch an der Sprechanlage meldete sich niemand, deshalb wollte der alte Recke einfach mal im Hausflur nach unten sehen. Balou witschte mit ihm raus und bellte zur Sicherheit nochmal dem unbekannten Besuch entgengen. Und schwupp - die Wohnungstür schnappte zu und Tommy stand ohne Schlüssel, nur bekleidet mit weißen Unterhosen im Hausflur. Was tun?

Im Büro Fitterer war ein Schlüssel hinterlegt, aber es war 15.00 Uhr an einem Samstag Mittag. Das Handy lag unerreichbar in der Wohnung. Zu den Eltern laufen und Marina oder Lara anrufen? In Unterhosen?
Zunächst einmal probierte er den Trick mit der Plastikkarte, den er zu Polizeizeiten mehrfach angewendet hatte. Deshalb schnippelte er aus einer Gießkanne ein Stück Plastik heraus und fummelte damit an der Tür rum. Leider vergebens, den die Tür war gegen solche billigen Attacken gesichert.
Also blieb nur der Weg über den Dschungel hinter dem Neukauf, der auf die Terrasse vor Roland's Büro führte. Doch wie dorthin kommen?
Mit Gummistiefeln, die zufällig im Keller standen, konnte er wenigstens seine nackten Füsse im Dschungel schützen. Das Problem war nur, wie er die wenigen Meter von der Haustür in die Tiefgarage schaffen sollte. Es herrschte Hochbetrieb im Neukauf. Fast 20 Minuten lauerte er an der Haustür, doch immer wieder kamen neue Kunden. Überflüssigerweise tratschen viele von ihnen vor den Einkaufswägen. Immer wenn Tommy glaubte, es ergibt sich eine Lücke, kamen wieder neue Kunden. Und viele davon kannte er. Es wurde ihm immer mehr bewusst: Er musste den Durchbruch schaffen, egal was es kostete. Er sah Walli und Jessi einen Wagen einparken, handelte und startete, die Gummistiefel über den Hintern haltend, sprunghaft los.
Ein kurzes Hallo zu den Beiden und im Laufschritt den Abgang zur Tiefgarage nehmend schaffte er den Weg in die Garage.
Durch den unverschlossenen Hinterausgang erreicht er dann den Hang. Leider war dieser vollkommen mit Dornengestrüpp zugewachsen, ein Durckommen war nur unter schweren Verlusten and Haut und Blut zu erreichen.
So quälte sich der Möchtgern-Rambo, total verkratzt und zerstochen, auf die Terrasse von Roland's Büro.
Über den Abfluss der Dachrinne sah er seine Chance. Durchrainiert wie er nur mal ist, wähnte er sich schon am Ziel. Doch leider gab die Dachrinne nach, und kurz bevor er sich an den Balkonbrettern hochhangeln konnte, gab der Abfluss nach, löste sich aus der Wand und riß Tommy mit zu Boden. Der Aufprall war sehr schmerzhaft, doch das spornte ihn nur noch mehr an.
Nun versuchte er, einen Gartenschlauch über das Geländer seines Balkons zu werfen, um sich daran hochzuhiehen. Inzwischen waren alle vier Katzen angetreten, die das Treiben ihres Herren sichtlich amüsiert verfolgten. Blöde Viecher. Jedenfalls klappte das nicht so, wie in amerikanischen Filmen.
Da erblickte er am Balkon über der Zahnarztpraxis eine Leiter. Also nichts wie rüber. Doch diese Leiter war aus brandschutzgründen angeschraubt.
Nun trieb es den Ausgesperrten auf die andere Seite des Büros zu der Katzenleiter. Er erklomm die ersten Stufen und wähnte sich schon zuhause, doch da brach die vierte Sprosse und sein Rücken machte erneut Bekanntschft mit dem Harten Boden. Szene blaue Flecken Nummer zwei.
Und da war sie wieder, die allseits bekannte Wutstufe des alten Mannes. Er erinnerte sich seiner außergewöhnlichen, körperlichen Fähigkeiten und raffte all seinen Mut zusammen.
Er stellte die halb zerbrochene Katzenleiter an die Dachrinne, schwang sich zur selbingen hinauf, konzentrierte alle Kraft auf die Arme und klammerte sich mit den Beinen an die Reste der Katzenleiter. So zog er sich mühsam aufs Dach und war gerettet. Es war danach ein leichtes, das Wellblech  (Sichtschutz) zu zertrümmern und zu guter letzt stand er wieder auf seiner Dachterrasse.
Immerhing vergaß er nicht, seinen Hund wieder in die Wohnung zu lassen. Er hatte treu im Hausgang auf die Wiederkehr seines Herrchens gewartet.
Was für eine verquirlte Scheiße.


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Der Entsorger

Tommy genießt das große Privileg, dass er sein Altpapier nicht wie der Normalbürger über die Sammlung entsorgen muss, sondern in den Container der Firma Neukauf werfen darf. Das hat den großen Vorteil, dass der ohnehin sehr vergeßliche Kerl keinen Abholtermin mehr beachten muss.
Meist entledigt sich Tommy an Sonntagen seines Altpapapiers, so auch an jenem Tag Anfang Mai. Durch eine Häufung diverser Bestellungen hatten sich einige Kartons angesammelt. Zusammen mit dem alltäglichen Altpapier war also eine recht große Menge an Material zusammen gekommen. Tommy's Ziel war es, nicht zweimal laufen zu müssen, weshalb er sich recht umständlich alle Kartons aufpackte. Schon im Treppenhaus glitt ihm der erste Karton aus den Händen und die darin liegenden Zeitungen verteilten sich im Treppenhaus. Mit Wutstufe 1 packte er den Kram wieder zusammen und strukturierte dabei etwas um. Wutstufe 2 wurde erreicht, als er die Haustüre öffnen musste und der Keil zum Feststellen der Tür verschwunden war. 


Auf dem Weg zum Container wehten ihm zu allem Unglück auch noch böige Winde einige Zeitungen davon, so dass inzwischen Wutstufe 3 erriecht war. Am Container angekommen war er sich sicher, dass seine Wutstufe auf Null zurückgeht. Konnte er doch dort diese blöden Kartons ihrer gerechten Strafe zuführen, denn sie würden am Montag im Container jämmerlich zerquetscht werden. So warf er also die Kartons mit voller Wucht hinein und er merkte, wie sein Wutpegel sank. 

Er bemerkte jedoch auch, dass ihm etwas vom Finger geglitten war, das nicht aus Karton oder Papier bestand. Es war etwas metallisches mit einem Ring. Es waren - seine Hausschlüssel, die er beim Verlassen der Wohnung über seinen Daumen gestreift hatte. Mit einem Schlag war seine Wutstufe auf 99 geschnellt.

Es blieb ihm nichts weiter übrigt, als in den Container zu klettern und zu hoffen, dass sich die Schlüssel in einem der vielen Kartons verfangen hatten. Leider nahm ihm die hohe Wutstufe auch die Vorsicht und er wühlte sich mit heftigen Bewegungen zu der Stelle, an der er den Schlüsselbund vermutete. Obenauf lagen die Schlüssel nicht und so musste Tommy jeden einzelnen Karton, jedes Prospekt und jede Zeitung einzeln aus dem Container befördern und es dauerte schließlich 20 min, bis er den Schlüsselbund weit unten im Container fand. Der immer noch vorhandene Wind hatte natürlich einige Zeitungen über den Parkplat verteilt, und so dauerte die ganze Aktion über eine halbe Stunde.

Positiv war immerhin, dass die Presse des Containers durch eine Zeitschaltuhr deaktiviert war. 



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Der Hausmeister


Günter Bürger, dieser Name ist prädestiniert dafür, zu einem Hausmeister zu gehören. Man denkt bei diesem Namen an Verbotsschilder, ehrfurchtsvolle Schüler, Brezelverkauf, Kabaflaschen. Aber auch an Korrektheit und Pflichterfüllung. Nicht umsonst hat sich Günter Bürger gegen tausende Bewerber durchgesetzt und diese Stelle erhalten. Auch das Lehrerkollegium und die Schüler sind begeistert. Nicht zu vergessen der Schuldirektor.

Und so stolziert Günter Bürger durch seine Schule, die ihm eine Heimstatt wurde, ein geliebter Arbeitsplatz. Der Geruch nach Büchern und stinkenden Turnbeuteln, nach Chemiesaal und der Jungentoilette. Günter Bürger geht nicht durch seine Schlue, nein, er schwebt förmlich.

Dieses Gefühl, als erster diese heiligen Hallen zu betreten, die Schlüsselgewalt über dutzende Klassenräume und das Lehrerzimmer zu haben. Alleine das erfüllt ihn am Morgen schon mit einer tiefen Zufriedenheit. Er ist der Schlüsselmeister.

So auch an jenem Morgen im Februar, als Günter die heiligen Hallen aufschloß, seine Utensilien ins Büro legte und nochmal rausging, um nach dem Zustand der Wege bezüglich Glatteis zu schauen. Alles in Ordnung, es musste nicht gestreut werden. Also schnell wieder rein die heiligen, warmen Hallen, um dann -  BAUZ - was war das? Die Tür war verschlossen.

Rütteln und Schütteln half nichts, die Tür war zu. Er konnte in seinem Büro die Jack sehen, auf der die Schlüssel lagen. Heulend sank er vor der Tür auf die Knie, denn er hatte sich selbst ausgeschlossen. So trafen ihn die ersten Schüler an, am Boden zerstört, ihr Idol, ihr Hausmeister. Erst der Direktor erlöste ihn schließlich und schloß die Tür auf.

Wir empfehlen deshalb unserem lieben Ottel, in Zukunft einen Reserveschlüssel um den Hals zu binden.


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Der Ex-Installateur


Jahrelang war Günter als Installatuer tättig. In dieser langen Zeit hat er unzählig viele Waschbecken, Kloschüsseln und Heizungen installiert. Ein echter Fachmann also, der sich in diesem Berich bestens auskennen muss.

Nun ja, er ist jetzt gerade mal ein Jahr Hausmeister, und diese Zeit reicht wohl aus, um so einiges zu vergessen.

Ottel musste nach seiner Bandscheiben-OP zur Kur. Nachdem er seine Einweisung bekommen hatte, wurde er aufs Zimmer geschickt. Gespannt öffnete er die Tür, um sein Zimmer zu begutachten. Er war so hibbelig, dass er Jacke und Tasche erst gar nicht ablegte. Ein kurzer Blick über den Wohnbereich und dann gleich ins Bad. Er stellte seine Tasche ins Waschbecken, da er gleich duschen wollte. Dann in den Wohnbereich, Jacke aufs Bett und nachschauen, wie der Ausblick ist. Zufrieden über das schöne Zimmer noch einen Sprung aufs Bett, auch das fühlte sich ganz gut an. Erst jetzt hörte er, dass im Bad irgendwo das Wasser lief.

Zu seinem Erstaunen stellter er fest, dass der Wasserhahn im Waschbecken voll aufgedreht und der Inhalt seiner Tasche völlig durchnässt war. Ja was ist denn das für ein Scheißladen, in dem die Wasserhähne kaputt sind?

Doch halt, die Erklärung war schnell gefunden: Der Waserhahn war mit einem modernen Sensor ausgestatte, der das Wasser anstellt, sobald etwas in seine Nähe kommt. Dieser konnte natürlich nicht erkennen, dass es nur eine Tasche war und nicht die zarten Hausmeisterhände von Ottel.

Und was meint Ottel dazu: Neumodischer Schißdreck, elender. Sowas hän mir in Malschbach nit.


Heinz 2014

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Der Abfallbeseitiger

Obwohl Angelo mittlerweile in einer angenehmen Stadt wohnt, zieht es ihn doch immer wieder in sein Murgtal. So auch an jenem Tag im November. Naßkalt legte sich der Regen auf Straßen und Wälder, ein Wetter, bei dem man nicht freiwillig außer Haus ging. Genau richtig für Angelo, um auf dem Weg ins Murgtal bei der "Grünschnittabladestelle Nachtigal" Gartenabfälle zu entsorgen. Diese hatte er schön säuberlich in alte Farbeimer gequetscht und er wollte sie an besagter Stelle an der Böschung entleeren. Leider glitten ihm zwei der Eimer aus der Hand und kullerten ungewollt den Hang hinunter.

Da er zeitlich etwas knapp bemessen war, fuhr er einfach weiter. Doch die ganze Zeit über während seines Aufenthaltes im Murgtal plagte ihn das schlechte Gewissen. Kompostierbares Material im Wald illegal zu entsorgen war ja ok, aber die Eimer? So brachte ihn seine ökologische Seele dazu, auf dem Rückweg an besagter Stelle anzuhalten und die Eimer zu bergen. Also parkte er seinen Schlampenschlepper am Wegesrand und rutschte an dem steilen Hang bis zu der Stelle, wo die Eimer lagen. Dann keuchte er mit den Eimern wieder den Berg hoch und verfluchte ob der Anstengung seinen grünen Bergungsgedanken. Die Eimer dort unten im Wald hätten den Planeten schließlich nicht in eine Katastrophe getrieben. Aber nun hatte er die Scheißdinger in der Hand und schaffte es dann völlig verschwitzt wieder zu seinem Auto.

Fluchend bugsierte er die Eimer in den Kofferraum und fuhr los. Aber halt, was war das? Das Auto bewegte sich nicht von der Stelle, obwohl der Motor in mittleren Drehzahlen arbeitete?

Mist, es war ja nasskalt und der Graben schlüpfrig. Kurzum, er hatte sich festgefahren und das Auto bewegte sich keinen Meter, weder vor noch zurück. Und alles nur wegen dieser Scheißeimer.

Aber was nun kam, wirft doch einige Fragen auf. Er telefonierte ins Murgtal, um Hilfe zu erhalten. Und es dauerte sehr lange, bis nach Stunden Hilfe kam, die dazu noch einige Mühe hatte, den Wagen rauszuziehen.

Warum telefonierte er ins Murgtal? Hat er denn in Baden-Baden keine Kumpels? Warum ließ er einen PKW zum Schleppen kommen?

Da wäre doch in Baden-Baden ein Kumpel gewesen, der dauerdienstfrei hat und zudem über entsprechendes, schweres Gerät in Form eines Jeeps verfügt. Die Rettung wäre sicher wesentlich schneller und sicherer möglich gewesen.

Da kann man doch nur vermuten, dass in Baden-Baden niemand von einer illegalen Müllentsorgung wissen durfte. Oder gab es vielleicht noch einen anderen Grund?

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Der Verlierer

Angelo hat ausser Sabine noch eine liebe Partnerin bekommen: Die Hündin Holly. Mit ihr ist er öfters unterwegs und genießt die Spaziergänge in der näheren Umgebung. So auch neulich, als er mit ihr im Oberen Höllhäusel unterwegs war. Nach der Tour sprang Holly ins Auto, Heckklappe zu und los gehts. Um die Brückenarbeiten beim Weingärtner zu begutachten, fuhr Angelo den Heschmattweg runter und hatte sogar richtiges Glück: Er stand als erster an der roten Ampel und würde alles bestens sehen können. Als es Grün wurde, merkte er einen kleinen Ruck beim Anfahren und ein Luftzug ging durch den Wagen.

Ganz von der Aussicht auf die Baustelle fasziniert, merkte er zunächst gar nicht, dass es hinter ihm hupte und kein Auto folgte. Da waren doch vorher noch welche hinter ihm gestanden?
Erst jetzt sah er, dass die Heckklappe offenstand und Holly auf der Straße hinter ihm herrannte. Ein anderer Autofahrer hielt seinen Schlafsack in den Händen und das auf der Straße musste die Hundeleine sein.
Wie sich später herausstellte, war beim Schließen der Heckklappe eine Decke eingeklemmt worden und die Verriegelung war nicht ganz eingeschnappt. Beim Anfahren fiel dann alles komplett mit Hund auf die Straße und unser Baustellenfan hatte das gar nicht bemerkt.
Wir raten daher in Zukunft, ein neues, modernes Auto zu kaufen, welches anzeigt, ob eine Tür geöffnet ist.


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Der Kartenleger


Faxe, Ottel und Schmegges trafen sich bei herrlichem Oktoberwetter, um gleich nach dem Mittagessen nach Hoffenheim zu fahren. Dort wollten die Jungs das Bundesligaspiel der Kraichgauer life miterleben.
Beste Stimmung herrschte bis in Höhe von Karlsruhe, als sich Schmegges bei Faxe, dem Kartenorganisator, nach dem Block erkundigte, in dem sie sitzen sollten. Faxe kramte in seinen Taschen. Doch letztlich konnte er die Karten nicht finden, denn er hatte sie zu Hause liegen gelassen. Also mussten die Jungs wieder umkehren, nach Geroldsau fahren und die Karten abholen.

Erst im zweiten Anlauf schafften sie es dann, zum Spiel  zu kommen - mit Karten dieses Mal

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Ich will Garantie

Mit seinem neuen Handy war Tommy richtig glücklich. Er hatte bei Ebay ein edles Plagiat des Samsung Note mit 5.5" Bildschirm ergattert. Das Teil wird in China gebaut und bietet nahezu dieselben Ausstattungsmerkmale wie das noble Vorbild, allerdings nur zu einem Fünftel dessen Preises. Kaufdatum 21.8.2014. Und jetzt, nach nur einem Monat, ging beim Schreiben einer SMS plötzlich der Bildschirm aus. Ein Neustart verweigerte das Gerät. Mit aufkommender Wut über den Billigscheiß ging Tommy an die Fehlersuche. Zunächst wurde mal die Batterie getauscht, denn beim Kauf gab es einen Ersatzakku mit dazu. Es konnte unmöglich sein, dass beide Akkus leer waren.


Danach SIM-Karte raus und wieder rein. Kein Erfolg. Ohne SIM-Karte starten. Kein Erfolg. Das Gerät einige Minuten ohne Akku liegenlassen. Wieder rein und Starten. Kein Erfolg.
Das Ding war am Arsch, fertig. Mit erhöhtem Blutdruck den Händler angerufen. Nicht viel sprechen deutsch. Mehrmals hat er Tommy Anleitungen gegeben, wie er vorgehen soll. Dabei musste er jeden Satz oft wiederholen, weil Tommy ihn nicht verstand. Ok, geben Serviceadresse in Berlin. Zur Sicherheit hat Tommy auch dort angerufen. Nicht viel sprechen deutsch. Der ganze Zirkus mit Lösungsmöglichkeiten nochmal. Blutdruck kurz vor dem Kollabieren. Endlich gab es Grünes Licht zum Einschicken.

Also runter zur Post, 5,99 Euro bezahlt und gehofft, dass Ersatz so bald wie möglich kommt.
Zuhause kam Tommy aber ins Grübeln. Waren die Batterien wirklich geladen? Klar, musste so sein. Er hatte am Morgen doch noch das farbige Symbol für den Batteriestand gesehen. Die Zweifel wurden immer mehr, dann ein Blick zur Uhr. Die Pakete werden um 17 Uhr in der Zweigstelle abgeholt, also war noch Zeit, der Sache nachzugheen. Mit Ladegerät bewaffnet schlich Tommy zur Post und hatte zum Glück nicht viel Mühe, die nette Dame hinterm Schalter von seinem Anliegen zu überzeugen. Was sich die Menschen in der Schlange hinter ihm dachten, war ihm in diesem Moment egal. Also Paket geöffnet, Handy raus, Ladegerät dran - Piep, Ladevorgang gestartet. Funktioniert einwandfrei.

Das Porto hat er nicht wiederbekommen, aber das war ihm in dem Moment egal. Und die Leute in der Schlange waren auch glücklich, dass dieser nette, junge Mann sein Handy wieder hatte. Den vor Scham hoch erröteten Kopf führten die Wartenden sicher auf hohen Blutdruck zurück. Lage gerettet.

 
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